Neue Grundwasserschutzzonen für das Münchensteiner Pumpwerk in der Reinacherheide

10.03.2026

Die Gemeinde Münchenstein bezieht ihr Trinkwasser u.a. aus dem Pumpwerk Au in der Reinacherheide. Die aktuellen Grundwasserschutzzonen sind zu klein und müssen erweitert werden. Die neuen Grundwasserschutzzonen werden auch Reinacher Wohngebiet betreffen.

Auf sauberes Trinkwasser sind alle angewiesen. In der Schweiz müssen deshalb Grundwasservorkommen, die der Trinkwasserversorgung dienen, mit Schutzzonen gesichert werden. Heute wird der Trinkwasserschutz strenger beurteilt als früher und die Gesetze auf Bundesebene haben sich geändert. Ältere Schutzzonen sind häufig zu klein und müssen erweitert werden. Für die Pumpwerke des Wasserwerks Reinach und Umgebung (WWR) wurden im Jahr 2020 neue Schutzzonen rechtskräftig.

Grundwasserschutzzone für das Pumpwerk Au wird erweitert
Auch für das Pumpwerk Au sollen nun neue Grundwasserschutzzonen festgelegt werden. Das Pumpwerk Au dient zwar der Trinkwasserversorgung von Münchenstein, befindet sich aber in Reinach. Der Kanton hat es der Gemeinde Münchenstein 1981 als Ersatz zur Verfügung gestellt, als eine andere Trinkwasserfassung auf Münchensteiner Boden der Autobahn weichen musste. Das Pumpwerk Au soll gemäss kantonaler Wasserversorgungsplanung auch in Zukunft einen wichtigen Beitrag zur Trinkwasserversorgung von Münchenstein leisten.

Gemeinde Münchenstein ist Auftraggeberin
Die Gemeinde Münchenstein ist als Inhaberin des Pumpwerks zuständig für die notwendigen Abklärungen und übernimmt die Kosten für das Planungsverfahren. Die Gemeinde Reinach ist jedoch dafür zuständig, die Grundwasserschutzzonen auf dem eigenen Gemeindegebiet festzulegen.

Im Auftrag von Münchenstein haben die Fachexperten der Holinger AG hydrogeologische Untersuchungen und Modellierungen der Grundwasserströme durchgeführt. Als Ergebnis werden die neuen Grundwasserschutzzonen künftig auch Reinacher Wohngebiet und Freizeitnutzungen umfassen. Die Erfahrung mit den seit 2020 geltenden Reinacher Grundwasserschutzzonen zeigt aber, dass sich ein nachhaltiger Trinkwasserschutz gut mit einer angemessenen Wohn-, Gewerbe- und Freizeitnutzung vereinen lässt. Mit einer Gefährdungsabschätzung werden in den nächsten Monaten mögliche Konflikte in den künftigen Schutzzonen genauer untersucht. Anschliessend kann das eigentliche Planungsverfahren starten. Selbstverständlich werden im Planungsverfahren auch die Eigentümerinnen und Eigentümer in den künftigen Schutzzonen direkt informiert und zur Mitwirkung eingeladen.

Reinacher Heide: Wichtig für die Trinkwasserversorgung der Region. Foto: Gemeinde Reinach
Reinacher Heide: Wichtig für die Trinkwasserversorgung der Region.
Foto: Gemeinde Reinach

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