10.03.2026
Fredi Kilchherr nahm die Mitglieder des Altersvereins Reinach mit auf eine Zeitreise durch die Geschichte der Stadt vor der Stadt. Für in Reinach Aufgewachsene war es ein «Weisch no Erlebnis» und für Zuzüger spannende Heimatkunde.
Der Vortrag stiess auf grosses Interesse. Präsidentin Christine Grünenfelder konnte mehr als 120 Mitglieder im Gemeindesaal begrüssen. Die folgenden zwei Stunden waren spannend und unterhaltsam. Grosse Heiterkeit brachte beispielsweise das Kapitel über ehemalige Reinacher Lehrerpersönlichkeiten.
Reinach ist wesentlich älter als die kürzlich gefeierten 850 Jahre. Die Archäologie bezeichnet die Ebene am Fuss des Bruderholzes als die «spektakulärsten archäologischen Fundzonen des Baselbiets». Das Gebiet wurde vom Lauf der Birs geprägt. Sie bewegte sich in zahlreichen Schleifen durch die Ebene und schuf eine Auenlandschaft. Wahrscheinlich ist der Name Rinachum von einem ursprünglichen Gutbesitzer namens Renius abgeleitet. Wenig bekannt ist, dass Reinach einen – heute unsichtbaren – Dorfbach hat. Er entspringt im Gebiet des Erlenhofs, war früher ein offener Bach, wurde eingedolt und fliesst heute als unterirdisches Gewässer unter der Hauptstrasse durch das Dorf. 1907 ermöglichte dies den Bau der Tramschienen auf dem ehemaligen Dorfbach.
Das erste Reinacher Baureglement von 1925 prägte die weitere Entwicklung. Damals wurde der grösste Teil des Gemeindeterritoriums zum Baugebiet erklärt. Eine Etappierung wurde nicht vorgesehen. Dies führte über Jahrzehnte zu einer verzettelten Bautätigkeit und grossen Infrastrukturproblemen. Der Endausbau war damals für 40'000 Einwohner gedacht. Aber erst ab 1950 folgte eine starke Zunahme der Bevölkerung. Der stärkste Anstieg erfolgte zwischen 1960 und 1980, als Reinach von einem Dorf zu einer Wohn- und Industriestadt im Umkreis von Basel wurde. Für die Verdoppelung der Einwohnerzahl von 5'000 (1959) auf 10'000 (1965) brauchte Reinach nur sechs Jahre.
Der Altersverein plant, den Vortrag zu einem späteren Zeitpunkt zu wiederholen.
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