E-Zigaretten und Alkohol: Die Jugendarbeit zwischen Verbot und Aufklärung

01.09.2026

Der Umgang Jugendlicher mit legalen Konsummitteln wie (E-)Zigaretten und Alkohol ist ein Thema, das jede Generation ganz unterschiedlich prägt. Doch was konsumieren Jugendliche heute und wie geht die Jugendarbeit damit um? Das Jugendhaus Palais noir gibt einen Einblick.

E-Zigaretten nehmen zu
Das Konsumverhalten verändert sich laufend. Während das Rauschtrinken grundsätzlich rückläufig ist, hat der Konsum von Raucherwaren massiv zugenommen mit erschreckenden Zahlen. Laut einer Studie des BAG hat sich der Konsum von E-Zigaretten bei jungen Menschen zwischen 2022 und 2024 nahezu verdoppelt. Für die Jugendarbeit und alle, die in der Prävention tätig sind, sind das alarmierende Fakten. Diesen Trend nimmt auch das Team des Jugendhauses wahr.

Umgang mit Alkohol und Rauchen im Palais noir
Im Palais noir gilt ein klares Verbot für illegale Rauschmittel. Aber auch bei den legalen Rauschmitteln hat sich das Jugi klar positioniert. So ist das Mitbringen und Konsumieren von Alkohol auf dem ganzen Areal verboten. Beim Thema Rauchen hatte das Palais noir lange die Haltung, den jungen Menschen einen möglichst unattraktiven Platz zur Verfügung zu stellen. Dies mindert laut der Lungenliga beider Basel die Konsumlust. Aufgrund neuer Trends wie dem Vapen, das im Gegensatz zur Zigarette kaum Geruch und Rauch erzeugt und daher oft unbemerkt bleibt, wird diese Regelung weiter verschärft. Neu gilt auf dem gesamten Areal ein Rauchverbot. Damit möchte sich das Jugendhaus weiter klar positionieren und als gutes Beispiel vorangehen.

Alternativen und Präventionsarbeit
Gemeinsam mit den Jugendlichen versucht das Palais-Team aber auch Alternativen zum Konsum zu entwickeln. Durch gemeinsames Erleben und sinnvolles Beschäftigen soll der «Konsum aus Langeweile» reduziert werden. Zudem veranstaltet das Jugi immer wieder in Zusammenarbeit mit der Lungenliga beider Basel, der Suchthilfe Region Basel oder anderen Fachstellen Präventions-Workshops zu Themen wie Alkohol, Rauchen und Konsumverhalten. Den Jugendarbeitenden ist es wichtig, dass sie den Konsum nicht kategorisch ablehnen, sondern den Jugendlichen die Möglichkeit geben, ihr Wissen mit Fachpersonen zu reflektieren und im Sinne eines verantwortungsvollen Konsums über Ängste, Gründe für den Konsum und mögliche Folgen zu sprechen.

«Wir sehen uns als Ergänzung zu Schule und Elternhaus und möchten Jugendliche auf dem Weg zu einem gesunden und verantwortungsvollen Aufwachsen begleiten», so Samuel Scharowski, Leiter Jugendhaus Palais noir.

Hier kann man sich Hilfe holen: www.lungenliga.ch/lungenliga-beider-basel; www.suchthilfe.ch

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