Freiräume und Natur gehören in die Stadt

12.07.2021

Ein Beitrag zu einer vielfältigen Stadtnatur ist einfach: dies sollen vier Hochbeete mit Wildstauden zeigen, die an gut frequentierten Orten in Reinach stehen.

Freiräume sind ein wichtiger Bestandteil des Siedlungsraumes. Damit sie verschiedenste Bedürfnisse decken können, arbeitet die Gemeinde Reinach seit einigen Jahren verstärkt an der Freiraumplanung. Stadtnatur lässt sich auf verschiedene Weise in die Siedlung einbinden und neben öffentlichem Grün spielen Gärten und Balkone dafür eine wesentliche Rolle. Uns Menschen bereiten Bäume ein gesundes Stadtklima und bunte Blumen erfreuen unser Auge. Aber nützt unsere „Natur vor der Haustür“ auch den vielen Tieren, mit denen wir die Stadt teilen? Igel, Buntspecht, Seidenbiene & Co haben die gleichen Bedürfnisse wie wir: Sie brauchen Nahrung, geeigneten Wohnraum, einen Partner/eine Partnerin, Schutz vor Feinden sowie Futter für den Nachwuchs.

Hochbeete: Hier wachsen Wildstauden

Vier Hochbeete mit einheimischen Wildstauden sind den Sommer hindurch auf dem Dorfplatz, vor dem Gemeindehaus und beim Mischeli zu finden. Die Hochbeete wurden von der Schreinerei Erlenhof hergestellt und nach einem Konzept von BioDiversity4YOU mit einheimischen Stauden aus der Biogärtnerei am Hirtenweg bepflanzt. Jedes Hochbeet enthält ein Rätsel. Die Rätsel-Auflösung wird im Sommer anlässlich eines Stadtnatur-Rundgangs stattfinden.

Stadtnatur ist überraschend und überall zu finden! Wir freuen uns über viele Nachahmerinnen und Nachahmer und sind gespannt, was Sie entdecken.

Rätsel

Hochbeet Dorfplatz: Wer sind wir? Wir sind Einzelgänger und fliegen nur wenige Wochen. Damit wir Nektar und Pollen in den Nistzellen für unseren Nachwuchs sammeln können, müssen die richtigen Blumen in deinem Garten oder auf dem Balkon blühen. Unser Stachel ist so fein, dass er Menschenhaut nicht durchdringen kann.

1. Tipp: Unsere wichtigsten Nahrungspflanzen sind Hornklee, Natternkopf, Glockenblumen und Zieste. Auch wenn unser Name es vermuten liesse: Mit Imkerei haben wir nichts am Hut. Von uns gibt es weltweit 30'000 Arten in verschiedenen Grössen und Arten. Viele davon nisten am Boden, wir brauchen daher Totholz, Steinhaufen, Sand- oder Lehmböden. (28.6.2021)

2. Tipp: Viele von uns sind vom Aussterben bedroht. Als Bestäuberinnen sind wir aber sehr wichtig für den Obstbau, denn wir bestäuben bereits im März, bei Kälte und bedecktem Himmel, wenn die Honigbiene noch nicht fliegt. Daher sind wir als Nützlinge gerne in der Landwirtschaft und in privaten Gärten gesehen. (5.7.2021)


Hochbeete vor dem Gemeindezentrum: Wer kennt mich? Ich bin ein Schmetterling mit kleinen orangen Dreiecken auf der Flügelunterseite und blauen oder braunen Flügeloberseiten je nach Geschlecht. Als Raupe fresse ich nur Hufeisenklee und als Schmetterling trinke ich gern Nektar vom Dost (Oregano). Ich gehöre zu den geförderten Arten der Birspark Landschaft und zu meinem Wohlbefinden können alle Menschen in Reinach auf ihrem Balkon oder in ihrem Garten meine Leibspeise anpflanzen.

3. Tipp: Es ist unglaublich, aber ich halte Winterschlaf und Sommerschlaf und bin durch diese zwei Ruhephasen der langlebigste Tagfalter bei uns. Im Winter verwende ich Glyzerin als körpereigenes Frostschutzmittel. (12.7.2021)

4. Tipp: Zuerst bin ich eine schlanke, dunkle Raupe mit hellen Seitenstreifen. Ausgewachsen bin ich als Männchen leuchtend gelb, als Weibchen weisslich-grün. Aber ich dufte nicht, wie ich heisse. (19.7.2021)


Hochbeet Mischeli: Was bin ich? Ich gehöre zu den Insekten. Ich ernähre mich von Blättern und nach einer Ruhepause bin ich verwandelt, fliege von Blüte zu Blüte und sauge Nektar. Ich kann nur bei dir leben, wenn bei dir auf dem Balkon oder im Garten Wildpflanzen und einheimische Sträucher wachsen.

5. Tipp: Von uns gibt es 160'000 Arten. Somit sind wir nach den Käfern die artenreichsten Insekten. Jährlich werden weltweit 700 Arten neu entdeckt. Unsere Augen sind wie bei anderen Insekten als Facettenaugen ausgebildet. Besonders auffällig sind bei uns die Flügel, die es in vielen Farben und mit verschiedenen Mustern gibt. (26.7.2021)

6. Tipp: Im Aberglauben galten wir als Verkörperung von Hexen, die es auf den Rahm abgesehen hatten. Dass wir stark gefährdet sind, hat aber einen anderen Grund: Unsere Lebensräume werden immer mehr zerstört: Feuchtgebiete werden entwässert, Offenland wird aufgeforstet oder bebaut, Vorgärten werden als Steingärten angelegt, so dass wir keine Nahrung finden, Düngemittel in der Landwirtschaft vergiften uns. (2.8.2021)


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Schicken Sie Ihre Antworten bis zum Ende der Sommerferien per E-Mail an Nicole Wehrli. Teilnahmeberechtigt sind alle Personen mit Wohnort Reinach. Aus den richtigen Antworten werden drei Gewinnerinnen und/oder Gewinner gezogen.

1. Preis: Eine Gartenberatung bei BioDiversity4YOU im Wert von 120 Franken.
2. und 3. Preis: je ein Gutschein für die Biogärtnerei am Hirtenweg im Wert von 30 Franken.

Die Rätselauflösung erfolgt am StadtNatur-Rundgang nach den Sommerferien (Infos dazu folgen).

Diese Wildstauden sind in den Hochbeeten gepflanzt

Kriechender Günsel
Kriechender Günsel
Echter Wundklee
Echter Wundklee
Schwarze Akelei
Schwarze Akelei
Zittergras
Zittergras
Pfirsichblättrige Glockenblume
Pfirsichblättrige Glockenblume
 
Rundblättrige Glockenblume
Rundblättrige Glockenblume
Wilde Möhre
Wilde Möhre
Karthäusernelke
Karthäusernelke
Gemeiner Natternkopf
Gemeiner Natternkopf
Rosmarin-Weidenröschen
Rosmarin-Weidenröschen
 
Zypressen-Wolfsmilch
Zypressen-Wolfsmilch
Blutroter Storchenschnabel
Blutroter Storchenschnabel
Gewöhnlicher Hufeisenklee
Gewöhnlicher Hufeisenklee
Frühlings-platterbse
Frühlings-platterbse
Gewöhnlicher Hornklee
Gewöhnlicher Hornklee
 
Wilde Mondviole
Wilde Mondviole
Moschusmalve
Moschusmalve
Wilder Dost (Oregano)
Wilder Dost (Oregano)
Frühlings-fingerkraut
Frühlings-fingerkraut
Kreuzdorn
Kreuzdorn
 
Kleines Seifenkraut
Kleines Seifenkraut
Aufrechter Ziest
Aufrechter Ziest
Strauchkronwicke
Strauchkronwicke
Schwarze Königskerze
Schwarze Königskerze
Gemeiner Schneeball
Gemeiner Schneeball
 
Vor dem Gemeindehaus stehen zwei Hochbeete mit Wildstauden.
Vor dem Gemeindehaus stehen zwei Hochbeete mit Wildstauden.
 
 

Bei Fragen geben Ihnen gerne Auskunft:

Wehrli Sarmiento Nicole
E-Mail
Telefon: 061 511 64 59

Bayard Marc
Position: Leiter Umwelt und Energie
E-Mail
Telefon: 061 511 64 61

Gemeinde Reinach
Hauptstrasse 10
4153 Reinach
Tel. 061 511 60 00
info(at)reinach-bl.ch

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