Klimaschonende Wärme- und Kälteversorgung für das Gewerbegebiet Kägen ist machbar

05.04.2022

Weniger fossile und mehr erneuerbare Energie ist die Maxime für eine CO2-neutrale und regionale Energieversorgung. Eine im Auftrag der Energiestadt Reinach erstellte Machbarkeitsstudie zeigt vielversprechende Resultate.


Der Gemeinderat will den Klimaschutz mit der Förderung einer energieeffizienten Versorgung von Gebäuden mit erneuerbarer Energie vorantreiben. Zusammen mit dem Planungsbüro «Anex Ingenieure AG» aus Zürich und der Firma Kiefer & Studer AG aus Reinach erarbeitete die Gemeinde Reinach für das Gewerbegebiet Kägen eine Studie, mit der geprüft wurde, ob der Aufbau eines thermischen Netzes machbar ist. Teil der Studie war auch eine vertiefte Abklärung, ob das Grundwasser, auch vor dem Hintergrund des Grund- und Trinkwasserschutzes, thermisch genutzt werden kann. Können die für den künftigen Energieverbund matchentscheidenden Betriebe für ein Mitmachen gewonnen werden, sind die Voraussetzungen gut, dass in ca. vier Jahren die ersten Liegenschaften komfortabel mit erneuerbarer Wärme und Kälte versorgt werden können. Von da an fallen fossil betriebene Heizung und energieintensive Kühlung weg und entlasten Portemonnaie und Klima.

Wieso gerade im Gewerbegebiet Kägen?

Die Energiestadt Reinach hat 2019 eine Energieplanung verabschiedet, mit der im Rahmen der Weiterentwicklung von Gewerbe- und Wohngebieten die Chancen für eine erneuerbare Energieversorgung aufgezeigt werden sollen. Rund ein Viertel der gesamten Treibhausgase der Schweiz entsteht in Gebäuden. Die Energieplanung hat aufgezeigt, dass im Gewerbegebiet Kägen aufgrund der baulichen Dichte und der gewerblichen Nutzung einiges an Potenzial für einen Wärme- und Kälteverbund mit erneuerbarer Energie vorhanden ist. Im Kägen entsteht viel Abwärme und der Kühlbedarf ist beträchtlich. Eine Umfrage bei den ansässigen Betrieben und Liegenschaftseigentümerinnen und -eigentümern sowie weitere Abklärungen im Rahmen der Studie haben bestätigt, dass die Voraussetzungen für ein zukunftsweisendes Projekt im Kägen gut sind und eine schrittweise Umstellung auf erneuerbare Energie möglich ist.

«Anergienetz» anstelle eines konventionellen Wärmeverbundes
Die Machbarkeitsstudie schlägt ein so genanntes Anergienetz als Verbundslösung vor. Die Energie für dieses Netz soll aus ungenutzter Abwärme und aus dem Grundwasser gewonnen werden. Ein Anergienetz kann im Sinne einer dezentralen thermischen Vernetzung gleichzeitig die Wärme- und die Kälteversorgung für ein Versorgungsgebiet sicherstellen. Eine solche Lösung ist sowohl ökologisch als auch ökonomisch sinnvoll. Eine Voraussetzung dafür ist, dass wärme- und kältebeziehende Betriebe mit einem Leitungsnetz erschlossen werden.

Das Netz soll in Etappen aufgebaut, die erste Etappe ca. ab 2026 realisiert werden, vorausgesetzt, dass die Konzession für die Nutzung des Grundwassers erteilt wird. Wann welche Liegenschaften an das Netz angeschlossen werden können, hängt von der möglichen Leitungsführung und der Bereitschaft und den Bedürfnissen der Betriebe ab.

Für technische Fragen steht Marco Adamo, Projektleiter, gerne zur Verfügung: 061 511 64 62 oder per E-Mail.

Im Gewerbegebiet Kägen sind die Voraussetzungen gut, um auf erneuerbare Energie umzusteigen.
Im Gewerbegebiet Kägen sind die Voraussetzungen gut, um auf erneuerbare Energie umzusteigen.

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