Corona-Marathon fordert unsere Ausdauer

30.03.2021

Es ist jetzt ein Jahr her, es war auch vor Ostern, da standen wir am Anfang der Corona-Pandemie. Der Bundesrat rief für die Ostertage zum «Stay at home» auf und sprach von einem Marathon, der uns bevorstehen werde.

Marathonläuferinnen und -läufer wissen, dass es Abschnitte gibt, in denen es locker vorangeht, und andere, in denen man an seine Grenzen gehen muss. Wir erleben die Corona-Pandemie tatsächlich wie einen Marathonlauf. Der Start war anstrengend, aber wir waren noch frisch und die Eindrücke neu. Im Sommer liefen wir locker im Flow, wir konnten reisen, Restaurants, Sportanlagen, Läden waren offen und das Virus geriet in den Hintergrund. Wie im Marathon nach einer langen flachen Strecke ein steiler Aufstieg kam im Herbst die zweite Welle auf uns zu. Seither müssen wir alle beissen. Dank dem Impfstoff und den einfacheren Testverfahren wissen wir zwar, dass das Ende des Marathons näher rückt, aber die schweren Beine spüren jeden Meter und die Stimmung war am Anfang des Marathons klar besser. Hätte es nicht eine leichtere Marathonstrecke gegeben? Könnte die Impfung nicht schneller vorangehen, könnten Schnelltests nicht rascher verfügbar sein? Warum müssen Terrassen in den Skigebieten geschlossen sein? In der Müdigkeit stellen wir mehr Fragen und auch mehr in Frage. Wir sehnen das Ziel des Marathons herbei und die Bilder über alles Schöne danach schwirren uns durch den Kopf. Diese Bilder geben uns die Kraft durchzuhalten.

Ich habe volles Verständnis dafür, dass die ständigen Durchhalteparolen für all diejenigen schwer erträglich sind, die wirtschaftlich um ihre Existenz kämpfen müssen oder aufgrund der Corona-Einschränkungen psychisch erkranken. Für Bund und Kantone ist es äusserst anforderungsreich, ein optimales Gleichgewicht zwischen dem Gesundheitsschutz und den wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und psychischen Folgen der Corona-Massnahmen zu finden. Auch wenn der Bundesrat, das BAG und die Kantone viel Kritik einstecken müssen, können wir ihnen ein Lob aussprechen. Unser Kanton hat während der ganzen Pandemie bisher einen ausgezeichneten Job gemacht. Der Regierungsrat und der zuständige Gesundheitsdirektor Thomas Weber haben stets unaufgeregt, rechtzeitig und verhältnismässig gehandelt oder handeln wollen, wenn der Bundesrat es erlaubt hätte. Daher ist es kein Zufall, dass Baselland bei den Massentests führend ist. Die «SonntagsZeitung» hat den Kanton zum Test-Schweizer-Meister gekürt. Auch die Gemeindeverwaltung Reinach macht beim Massentest-Programm mit. Wir wollen unseren Beitrag leisten, Covid-19-Infektionen frühzeitig zu erkennen.

Wir hoffen alle, dass wir mit vereinfachtem Testen und schnellerem Impfen bis im Sommer die Ziellinie des Marathons erreicht oder zumindest in Sichtweite haben. Bis dahin müssen wir aber noch unsere ganze verfügbare Ausdauer mobilisieren und unseren Beitrag dazu leisten, dass die Infektionszahlen nicht weiter steigen. Daher halten wir uns auch über Ostern weiterhin an die BAG-Vorgaben: Abstand halten - Hände waschen - Maske tragen - Ansammlung von Menschen meiden. Und wir denken auch an unser Gewerbe: Wir kaufen in Reinach ein!
Ich danke allen Reinacherinnen und Reinachern für die Geduld und Ausdauer und wünsche trotz Marathon-Müdigkeit schöne und erholsame Ostertage.

Melchior Buchs
Gemeindepräsident

Gemeinde Reinach
Hauptstrasse 10
4153 Reinach
Tel. 061 511 60 00
info(at)reinach-bl.ch

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