Bundesrat: Der Weg stimmt, aber wir sind noch nicht am Ziel

08.04.2020

Bis am 26. April müssen sich die Menschen weiterhin strikt an die Verhaltensregeln halten, also vorerst eine Woche länger als bisher. Die Menschen in der Schweiz haben den Ernst der Lage erkannt und schützen durch die Hygienevorschriften und genügend Distanz zu einander sich und andere. Dadurch zeigt sich die gewünschte Wirkung und es werden immer weniger Menschen angesteckt. Der Bundesrat hat auf Ende April Lockerungen angekündigt, sofern sich die Lage weiter beruhigt.

Informationen speziell die Gemeinde Reinach betreffend finden Sie unten auf dieser Seite.

(Für App-Nutzerinnen und Nutzer: Infos des Bundesrats und des Kantons BL sowie Empfehlungen zum Umgang mit erkrankten Personen sehen Sie, wenn Sie ganz unten zur "Website" wechseln.)

Empfehlung des Bundesrates: Zu Hause bleiben
Bleiben Sie zu Hause, insbesondere wenn Sie alt oder krank sind. Es sei denn, Sie müssen zur Arbeit gehen und können nicht von zu Hause aus arbeiten; es sei denn, Sie müssen zum Arzt oder zur Apotheke gehen; es sei denn, Sie müssen Lebensmittel einkaufen oder jemandem helfen.

Informationen des Bundesrats vom 8. April - Der Weg stimmt, aber wir sind noch nicht am Ziel

8.4.2020 - Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga eröffnete die Medienkonferenz des Bundesrats mit den Worten, sie hätte vor einiger Zeit gesagt, es müsse ein Ruck durch das Land - und dieser Ruck habe tatsächlich stattgefunden. Die Menschen haben den Ernst der Lage erkannt. Sie schützen sich und damit auch andere Menschen. Die Massnahmen zeigen Wirkung. Der Weg stimmt, aber am Ziel ist die Schweiz noch nicht. Die Distanzregeln und die Hygienemassnahmen müssen weiterhin eingehalten werden, ebenso die max. Gruppengrösse von 5 Personen.
Auf die oft gehörte Frage "wie lange noch?" antwortet der Bundesrat jetzt der Bevölkerung: Er weiss, dass die Ungewissheit belastend ist und kündigt nun eine schrittweise Lockerung an, sofern die geforderten Massnahmen weiter die Kurve der Ansteckungen und Todesfälle abflachen lassen. Der Bundesrat hat beschlossen, dass die bestehenden Massnahmen neu bis am 26. April gelten. Simonetta Sommaruga kündigt gleichzeitig erste Lockerungen vor Ende April an, bis dahin müsse das BAG ein Konzept erarbeiten, wie diese Lockerungen konkret aussehen sollen. Denn die wirtschaftlichen Schäden sollen trotz allem möglichst tief gehalten werden. Mit einem Blick auf die bevorstehenden Ostertage, an denen zwar viel Menschen frei hätten, viele aber auch arbeiten müssen, dankt der Bundesrat allen für ihren Einsatz und ihre Solidarität. "Unser Land ist fähig, eine solche Krise zu bewältigen", zeigte sich Sommaruga zufrieden.

Bundesrat Alain Berset griff erneut die Frage auf, wie die Schweiz wieder zur Normalität zurückkehren könne. Es stimme zwar, dass die Zahlen weniger schnell zunehmen, resp. sich teilweise sogar stabilisieren. Somit deutet sich eine gewisse Entspannung der Situation an, die Lage sei aber immer noch heikel. Der Bundesrat müsse die Balance finden, einerseits die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen, die Spitäler nicht zu überlasten und den wirtschaftlichen Schaden möglichst gering zu halten. Zurzeit sei dies noch ein fragiles Gleichgewicht, aber der Weg zeige in die richtige Richtung. Die Lockerungen verspricht Berset auf den 16. April, diese werden voraussichtlich vorerst da möglich sein, wo weiterhin die Massnahmen betreffend Hygiene und Distanz eingehalten werden können. Alles müsse aber mit anderen Ländern koordiniert ablaufen. Es dauere weiterhin "Wochen" (nicht Monate, aber auch nicht Tage), aber das Tempo wird bestimmt durch die Entwicklung der Pandemie.

Bundesrat Guy Parmelin erörterte an der Medienkonferenz die prekäre wirtschaftliche Situation. Es gebe viele Arbeitslose und zahlreiche von Kurzarbeit betroffene Menschen und die Produktion sei um 25% zurückgegangen. Aber auch hier zeigen die Massnahmen des Bundesrats die gewünschte Wirkung. Die Lage werde fortlaufend neu beurteilt, so dass auch für die Wirtschaft weitere Unterstützung für die Unternehmen und für die betroffenen Arbeitnehmenden beschlossen werden könne.

Lesen Sie hier die Medienmitteilung des Bundesrates vom 8. April 2020

Informationen des Bundes vom 2. April - Stand der Dinge mit Fachleuten betreffend Forschung, Justiz und Sicherheit

2.4.2020 - Stefan Blättler, Präsident der Konferenz der kantonalen Polizeikommandanten, hat an der Medienkonferenz bekräftigt, dass die bestehenden Verhaltensregeln unbedingt eingehalten werden müssen. Dies gilt selbstverständlich bei jedem Wetter. Je grösser der Verzicht heute sei, desto eher könne die Bevölkerung ihre Freiheiten wieder zurück erhalten. Er erklärte, dass die Polizei ihre Präsenz für die Sicherheit der Bevölkerung insbesondere während der Ostertage erhöhen werde. Er appellierte an die Bevölkerung, zurzeit keine Reisen zu unternehmen, nicht ins Tessin und auch nicht anderswo hin, weder übers Wochenende noch an Ostern.

Matthias Egger, Präsident National COVID-19 Science Task Force, sprach von einer App, die bald verfügbar sein wird und mit der die Ansteckungsketten zurückverfolgt werden kann. So können Personen, die mit positiv Getesteten Kontakt hatten, frühzeitig über eine mögliche Ansteckung informiert werden.

Gemäss Susanne Kuster, stellvertretende Direktorin Bundesamt für Justiz, können die Gerichte ihre Arbeit unter Einhaltung der nötigen Abstände fortführen.

Daniel Koch, Delegierter des BAG für COVID-19, erinnerte daran, dass es noch immer zu früh für Prognosen oder gar Lockerungsmassnahmen sei. Die Kurve der Infizierten flache zwar ab, dies allein reiche aber noch nicht für die weitere Planung.

Informationen des Bundesrats vom 1. April - Wirtschaft, Landwirtschaft, Asyl

Bundesrat bestätigt bisherige Strategie und prüft gezielte Ausweitung der Unterstützungsleistungen
1.4.2020 - Der Bundesrat hat am 1. April 2020 seine bisherige Strategie bestätigt und beschlossen, rasch eine gezielte Verlängerung oder Ausweitung von Unterstützungsleistungen zu prüfen. Mit der Fortführung und der gezielten Optimierung der bisherigen Strategie sollen die Beschäftigung erhalten, Löhne gesichert, Selbstständige aufgefangen und Insolvenzen aufgrund von Liquiditätsengpässen verhindert werden.

Lesen Sie hier die Medienmitteilung des Bundesrats vom 1. April 2020

Abfederung wirtschaftlicher Folgen im Landwirtschaftsbereich
1.4.2020 - Der Bundesrat hat am 1. April 2020 Massnahmen beschlossen, um die Agrarmärkte in der Folge der Corona-Krise zu stabilisieren. Einerseits will der Bundesrat die Versorgung der Bevölkerung sicherstellen, andererseits einen Preiseinbruch auf den Märkten mit Folgen für die gesamte Wertschöpfungskette verhindern. Zudem entlastet er die Akteure der Fleischbranche mit längeren Zahlungsfristen und lockert vorübergehend die Bestimmungen für gewisse Kontrolltätigkeiten.

Lesen Sie hier die Medienmitteilung des Bundesrates zur Landwirtschaft vom 1. April 2020

Regeln für Asylverfahren werden vorübergehend angepasst
1.4.2020 - An seiner Sitzung vom 1. April 2020 hat der Bundesrat Massnahmen für den Schutz der Gesundheit aller am Asylverfahren beteiligten Akteure beschlossen. Der Schutz vor Ansteckungen mit dem Coronavirus hat höchste Priorität. Es soll aber auch sichergestellt werden, dass die Kernfunktionen des Asylsystems aufrechterhalten und die Asyl- und Wegweisungsverfahren weiterhin durchgeführt werden können. Die zusätzlichen Massnahmen betreffen die Unterbringung, die Asylverfahren und den Wegweisungsvollzug. Die neuen Regeln sind auf vorerst drei Monate und im Unterbringungsbereich auf vier Monate befristet.

Lesen Sie hier die Medienmitteilung des Bundesrates zum Asylverfahren vom 1. April 2020

Informationen des Bundesrats vom 27. März - 1. Bilanz seit Beginn der ausserordentlichen Lage

27. März 2020 – Bundesrat Alain Berset wagt eine 1. Bilanz, 11 Tage seit Beginn der sog. ausserordentlichen Lage, wovon seit 1 Woche die strengen Verhaltensregeln betreffend Hygiene und Abstand gelten. Er sagte, die Bevölkerung zeigt, dass sie sich auf verschiedenen Kanälen umfassend informiert, dass sie die Forderungen verstanden hat, sie respektiert und befolgt. Es brauche weiterhin eine sehr enge "Zusammenarbeit" der gesamten Bevölkerung, denn die Hälfte des "Marathons" sei noch nicht erreicht. Er appelliert insbesondere an ältere Menschen, sich vermehrt solidarisch zu verhalten und die Regeln zu befolgen. Betreffend der bevorstehenden Ostertage ruft er die gesamte Bevölkerung erneut dazu auf, zu Hause zu bleiben, und auch nicht etwa nur ins Tessin zu reisen. Denn gerade dort seien durch die Nähe zu Italien dreimal mehr Personen infiziert. Dies erkläre auch den Beschluss des Bundesrats, dass die Kantone in Ausnahmefällen und für bestimmte Zeit selbst bestimmte Branchen einschränken oder einstellen können. Diese Verordnung gibt zurzeit insbesondere dem Kanton Tessin bessere Handlungsfähigkeiten.

Bundesrat Guy Parmelin wiederholt, dass Homeoffice und auch die Arbeit am Arbeitsplatz möglich sein sollen, wenn sich alle an die Vorschriften des BAG halten. Bei allen Massnahmen orientiere sich der Bundesrat an der Gesundheit der Menschen und dazu gehöre auch, dass man arbeiten könne. Betreffend den bevorstehenden Umzugsterminen hat der Bundesrat entschieden, dass diese durchgeführt werden dürfen, wenn die Vorschriften eingehalten werden können.

"Wir leben langsamer, aber wir leben", fasste Bundesrat Alain Berset die aktuelle Situation zusammen.

Lesen Sie hier die Medienmitteilung des Bundesrats vom 27. März 2020

Informationen des Bundesrats vom 25. März - Bevölkerung befolgt die Massnahmen gut, Spitäler leisten Ausserordentliches, Massnahmen zur Stützung der Wirtschaft

25. März 2020 – Bundesrat Alain Berset hat an der Medienkonferenz vom 25. März dafür gedankt, dass die Bevölkerung die geforderten Massnahmen gut befolgt. Zahlreiche Firmen halten sich an die nötigen Hygienemassnahmen und das Social Distancing, so dass neben Homeoffice auch das Arbeiten vor Ort weiterhin möglich sein könne. Die Befolgung der Massnahmen habe unmittelbare Auswirkungen auf die Ausbreitung des Virus'. Die Solidarität zwischen den Menschen sei gut spürbar, so dass besonders gefährdete Menschen geschützt werden können. Bundesrat Berset lobte die hervorragende Zusammenarbeiten zwischen allen Schweizer Spitälern und ihr grosses Engagement, damit das Gesundheitssystem aufrecht erhalten bleiben könne. Er erklärte, dass in der Schweiz bisher weltweit am meisten Tests durchgeführt wurden. Er ermahnte die Bevölkerung weiter durchzuhalten, man stehe erst am Anfang, und dies sei "ein Marathon", kein "100m-Lauf", es brauche also einen langen Atem, bis die Umsetzung der Massnahmen die gewünschten Wirkungen erzielen können.

Anschliessend hat Bundesrat Guy Parmelin an der Medienkonferenz erklärt, betreffend Wirtschaft seien noch nicht alle Fragestellungen gelöst. Der Bundesrat habe inzwischen zahlreiche Massnahmen zu Erleichterungen für Arbeitslose, Ausgesteuerte und weitere durch die aktuelle Lage wirtschaftlich geschwächte Personen und Firmen entschieden.

Lesen Sie hier die Medienmitteilung des Bundesrats vom 25. März 2020 über die zusätzlichen Massnahmen zur Stützung der Wirtschaft.

Informationen des Bundesrats vom 20. März - Massnahmen werden verstärkt, max. 5 Personen mit 2m Abstand in der Öffentlichkeit

20. März 2020 – Der Bundesrat verstärkt die Massnahmen zum Abstandhalten, um eine Überlastung der Spitäler mit schweren Fällen von Coronavirus-Erkrankungen zu verhindern. An seiner Sitzung vom 20. März 2020 hat er beschlossen, Ansammlungen von mehr als fünf Personen zu verbieten. Wer sich nicht daran hält, muss mit einer Ordnungsbusse rechnen. Die Arbeitgeber im Baugewerbe und in der Industrie werden zudem verpflichtet, die Empfehlungen des Bundes zur Hygiene und zum Abstandhalten einzuhalten. Betriebe, die sich nicht daran halten, sollen geschlossen werden. Mit diesen Massnahmen will der Bundesrat noch weitergehende Massnahmen vermeiden. Als weitere Massnahme stellt der Bundesrat den Kantonen ein Kontingent des Zivilschutzes zur Verfügung.

Lesen Sie hier die Medienmitteilung des Bundesrats vom 20. März 2020.

Kanton Basel-Landschaft lanciert zusammen mit BLKB ein Hilfspaket in der Höhe von 190 Mio. Franken für die von der COVID-19-Krise Betroffenen.

19. März: Empfehlungen zum Umgang mit erkrankten Personen und Kontakten

19. März 2020: Das BAG hat eine Präzisierung in Bezug auf die Patientinnen und Patienten, welche ab sofort zum Schutz vor einer Ansteckung und deren Folgen nicht mehr zur Arbeit, sondern zuhause bleiben sollen, herausgegeben.


Informationen speziell die Gemeinde Reinach betreffend

Das Gemeindehaus und der Werkhof sind für unangemeldete Kundenbesuche geschlossen. Mehr Infos. Planauflagen sind im Windfang einsehbar.

Sämtliche Schulen bleiben bis mindestens 19. April geschlossen. Aktuelle Informationen finden Sie hier.

Alle Turnhallen und Sportgebäude in Reinach bleiben ebenfalls geschlossen, sowohl für die Schulen als auch für die Vereine. Das Jugendhaus bleibt geschlossen. Offen sind die Spielplätze, die Schulareale und Grillstellen. Halten Sie sich aber auch hier an die Regeln mit 2m Abstand!

Alle Veranstaltungen sind abgesagt oder verschoben worden.

Empfehlungen für die Kehrichtentsorgung. Informationen finden Sie hier.

Unterstützungsgesuche durch die Sozialhilfe
Merkblatt Unterstützungsgesuch durch die Sozialhilfe
Formular Unterstützungsgesuch


Weitere nützliche Links betreffend Coronavirus

Website des Bundesamts für Gesundheit (BAG)
Website des Bundesrats
Kanton Basel-Landschaft

Hilfe suchen oder Hilfe anbieten: Hand in Hand fürs Baselland

Gesundheitsförderung zu Hause:

Gemeinde Reinach
Hauptstrasse 10
4153 Reinach
Tel. 061 511 60 00
info(at)reinach-bl.ch

Das Gemeindehaus und der Werkhof sind für unangemeldete Kundenbesuche geschlossen.

Aktuelle Öffnungszeiten Windfang und Telefonzentrale:
Montag-Freitag 9-12 und 14-17 Uhr
Das Gemeindehaus ist nur mit vorheriger Anmeldung für Ausnahmefälle geöffnet.

Details zu den Öffnungszeiten

Kinderfreundliche Gemeinde Logo
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