Gemeinde Reinach einigt sich mit Asylbetreuerin

28.06.2018

Die Asylbetreuerin wird ihre Arbeit im Asylzentrum wieder aufnehmen, sobald die Führung des Asylzentrums mit einer neuen Leitung verstärkt worden ist.

Die Beteiligten haben sich darauf geeinigt, dass die freigestellte Mitarbeiterin ihre Tätigkeit im Asylzentrum wieder aufnimmt. Die Führung im Asylzentrum wird verstärkt: der bisherige Leiter, der in Personalunion für die personelle wie die administrative Führung zuständig war, wird entlastet und konzentriert sich künftig auf die administrativen Belange. Für die Personalführung und die Erarbeitung eines einheitlichen Betreuungsverständnisses im Asylzentrum ist die Gemeinde mit verschiedenen Kandidaten in Kontakt.

Der Konflikt im Asylzentrum eskalierte im letzten Jahr. Die Asylbetreuerin hatte verschiedene Missstände gemeldet und empfand die Abklärungen der Verantwortlichen als ungenügend. Die Verantwortlichen empfanden das Verhalten der Mitarbeiterin, mit der seit längerer Zeit ein ungenügend bearbeiteter Arbeitskonflikt herrschte, als anmassend und mahnten sie ab. Als die Situation durch Indiskretionen in die Öffentlichkeit getragen wurde, eskalierte die Situation vollends und gipfelte zunächst in der Freistellung der Mitarbeiterin, später im sofortigen Rücktritt des Gemeindepräsidenten.

Im Rahmen von mehreren Aussprachen zwischen den Involvierten konnte die Situation unterdessen beruhigt und bereinigt werden. Der Gemeinderat stellt fest, dass den Meldungen der Asylbetreuerin aufgrund eines vorbestehenden Arbeitskonflikts tatsächlich zu wenig intensiv nachgegangen worden war und hat sich dafür bei der Mitarbeiterin entschuldigt. Er entschuldigt sich ebenso für Aussagen an einer Medienorientierung, welche den Schutz der Persönlichkeit der Asylbetreuerin beeinträchtigt haben wie auch für die ungerechtfertigte Unterstellung einer Indiskretion durch sie und ihren Anwalt. Die Mitarbeiterin hat ein Sistierungsgesuch zu den von ihr eingereichten Verfahren gestellt, um Gespräche im Hinblick auf den Verzicht auf ihren Strafanspruch zu ermöglichen.

Gleichzeitig mit der Beilegung des Konflikts liegt auch der Bericht vor, welcher vom Gemeinderat in Auftrag gegeben worden war und die drei Aspekte Führung, Krisenmanagement und Organisation, Recht und Kommunikation beleuchtet. Der Bericht listet eine Vielzahl von Empfehlungen auf, wie ähnliche Situationen künftig früher deeskaliert werden können oder Konflikte gar nicht erst entstehen. Ausgangspunkt des Konflikts war ein länger andauernder und ungenügend bearbeiteter Konflikt in Haltungsfragen im Umgang mit Asylsuchenden. Der Konflikt führte dazu, dass die Verantwortlichen in einem Wahrnehmungsmuster gefangen waren, dass es ihnen nicht mehr ermöglichte, die von der Mitarbeiterin vorgetragenen Missstände objektiv abzuklären. Dieser Wahrnehmungsfilter bestand entlang der gesamten Hierarchie.

Weiter hält der Bericht fest, dass bei der Frage der gebührenden professionellen Distanz zwischen Mitarbeitenden und Asylbewerbern eine verstärkte Sensibilisierung nötig ist. Das umfasst auch die Nachtwachen, welche im Rahmen eines Sozialprogramms im Asylzentrum eingesetzt werden. Der Bericht empfiehlt, ein gemeinsames Betreuungsverständnis zu erarbeiten und die Leitgedanken besser bei den Mitarbeitenden zu verankern.

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