Gartenbad Reinach

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Geplante Veränderungen im Quartier Fiechten

18.10.2016

In den kommenden Jahren stehen im Quartier Fiechten einige Veränderungen an. An einem Informationsanlass am Montag, den 17. Oktober hat der Gemeinderat Reinach die interessierte Bevölkerung über die vorgesehenen Umgestaltungen in Kenntnis gesetzt. Geplant sind zusätzlicher Wohnraum, ein Ausbau der Sport- und Freizeitanlage Fiechten, die Sanierung und der Ausbau des Primarschulhauses, der Verkauf des Sekundarschulhauses und der Aula sowie entsprechende Verkehrs- und Gestaltungsmassnahmen zur Aufwertung des Areals.

Für das Quartier Fiechten sind in den kommenden Jahren einige Veränderungen geplant. Der Reinacher Gemeinderat hat am Montag, den 17. Oktober die interessierte Bevölkerung über die Planungen bezüglich Wohnraum, Schule, Freizeit und Sport informiert.

An der mit rund 200 Personen sehr gut besuchten Abendveranstaltung wurden vier Planungen der Gemeinde vorgestellt: Die Sanierung und der Ausbau der Schulanlage Fiechten, die Arealentwicklung des nördlichen liegenden Parkplatzfeldes inkl. den angrenzenden Grünzonen, die Umgestaltung der Sport- und Freizeitzone sowie die Verkehrsmassnahmen zur Aufwertung des Strassen- und Landschaftsraums in diesem Gebiet. Diese Planungen stehen noch in der Konzeptionsphase und sollen in den kommenden Jahren in enger Abstimmung mit der Bevölkerung und dem Einwohnerrat umgesetzt werden.

Mehr Wohnraum und Umgestaltung der Schulanlage Fiechten
Gemäss der vom Einwohnerrat beschlossenen Schulraumstrategie soll die Schulanlage Fiechten ab 2030 gesamtsaniert werden. In Vorbereitung auf diese Gesamtsanierung werden in den kommenden Jahren bereits erste Brandschutzmassnahmen umgesetzt. Weiter plant die Gemeinde, das Schulhaus und die Aula an die International School Basel (ISB) zu verkaufen und die benötigten Schulzimmer in einen Ergänzungsbau westlich des bisherigen Schulhauses zu verlegen. Ein einstöckiges Gebäude mit Räumlichkeiten für die Primarschule, einen Kindergarten sowie einen Mittagstisch soll entstehen. Im Besitz der Gemeinde verbleiben die Turnhallen, das Gebäude der Primarschule und die Autoeinstellhalle. Die Aula kann auch nach dem Verkauf an die ISB weiterhin von der Primarschule und Reinacher Vereinen genutzt werden. Die Verträge mit der ISB würden derzeit ausgehandelt, sagte Gemeindepräsident Urs Hintermann. „Wir werden dieses Geschäft voraussichtlich noch dieses Jahr dem Einwohnerrat vorlegen. Falls dieser das Begehren unterstützt, wird der Verkauf des Sekundarschulgebäudes und der Aula aufgrund des zu erwartenden Ertrags noch dem Volk unterbreitet“, so Hintermann weiter. Diese Volksabstimmung wird voraussichtlich im kommenden Frühjahr stattfinden.
Unabhängig von diesem Projekt soll im Quartier Fiechten in den kommenden Jahren auf dem rund 11‘300m2 grossen Areal nördlich der Schulanlage zusätzlicher Wohnraum entstehen. So sieht das auch der Zonenplan vor. Der Einwohnerrat berate derzeit die entsprechende Arealentwicklungsstrategie, so Hintermann. Bis zu einem möglichen Baustart vergehen jedoch mindestens noch fünf Jahre. „Wie in jedem Quartierplanverfahren der Gemeinde bekommen die Anwohner auch hier mit diversen Öffentlichkeitsveranstaltungen und der ordentlichen Mitwirkung die Gelegenheit, ihre Bedürfnisse in diesem Entwicklungsprozess einzubringen“, sagte Hintermann.

Gemäss der 2015 durch den Einwohnerrat beschlossenen Schulraumstrategie plant der Reinacher Gemeinderat westlich des Sekundarschulhauses Fiechten einen Ergänzungsbau (Quelle Hintergrundbild: Google Earth)
Gemäss der 2015 durch den Einwohnerrat beschlossenen Schulraumstrategie plant der Reinacher Gemeinderat westlich des Sekundarschulhauses Fiechten einen Ergänzungsbau (Quelle Hintergrundbild: Google Earth)

Planungen zur Sport- und Freizeitzone Fiechten
Im Anschluss stellte Gemeinderat Melchior Buchs die Planungen im Bereich Sport vor. „Derzeit findet der Breitensport in Reinach primär in den beiden grossen Sportanlagen ‚Einschlag‘ und ‚Fiechten‘ statt - dies wird sich künftig aufgrund verschiedener Gegebenheiten ändern müssen“, hielt er fest. Ein Grund für die geplanten Veränderungen ist die notwenige Sanierung der Liegenschaften des Wohn- und Bürozentrums für Körperbehinderte (WBZ) westlich der Aumattstrasse. Das WBZ beabsichtigt, auf dem bestehenden Rasenspielfeld des FC Reinachs bzw. dem Areal der Bürgergemeinde Reinach einen Ersatzneubau zu realisieren. Dies hat zur Konsequenz, dass der FC Reinach für mindestens ein zusätzliches Fussballspielfeld einen neuen Standort benötigt: Der Fussballverein beansprucht für den Spiel- und Trainingsbetrieb seiner 26 Mannschaften mindestens drei Spielfelder. Neben den beiden Spielfeldern im Einschlag benützt er bereits heute das bestehende Rasenspielfeld südlich der Sporthalle im Fiechten. Aufgrund der zonenrechtlichen Gegebenheiten und der zweckmässigen Bündelung von gleichen Nutzungen plant der Gemeinderat, im Fiechten den Ersatz für das im Einschlag verloren gehende Spielfeld zu realisieren. Weil sich damit auch der Schwerpunkt der Aktivitäten des FC Reinach in den Fiechten verschiebt, soll an diesem Standort auch ein neues Garderoben- und Clubgebäude entstehen. Um auch für zukünftige Bedürfnisse gerüstet zu sein, hat die Gemeinde vorausplanend ein Gesamtkonzept in Auftrag gegeben, welches eine mögliche längerfristige Entwicklung der Sport- und Freizeitzone Fiechten aufzeigt. Sollte das Parkplatzfeld nördlich des Schulgebäudes aufgrund der geplanten Bebauung aufgehoben werden, besteht zudem die Möglichkeit, auf dem Areal neuen Parkraum zu schaffen. Zusätzlich beinhaltet das Konzept die Anlegung einer Naturhecke entlang des Kluswegs und die Pflanzung einer Baumreihe respektive die Anordnung von Baumgruppen entlang des Beckenrüttiackerwegs. Der Einwohnerrat wird in den nächsten Monaten über einen Baukredit für die Realisierung eines Kunstrasenfeldes sowie die Projektierung und den Bau des Garderoben- und Clubgebäudes samt den nötigen Infrastrukturen befinden.

Mehr Langsamverkehr geplant
Neben der Aufwertung des Landschaftsraums beinhaltet die Entwicklung des Quartiers Fiechten auch die Aufwertung des Strassenraums. Derzeit werden die Sport- und Freizeitzone und das Schulhaus Fiechten primär über die Zihlackerstrasse erschlossen, was auch künftig beibehalten werden soll. Im Auftrag der Gemeinde wurden vor den Sommerferien im Quartier Verkehrszählungen durchgeführt, welche ein eher geringes Verkehrsaufkommen im Quartier Fiechten darlegten. So fahren beispielsweise zu den Spitzenstunden am Morgen und Abend nur ca. 100 Fahrzeuge in respektive aus der Zihlackerstrasse in die Birsigtalstrasse. Gemäss dem Ingenieurbüro Rudolf Keller + Partner, welches die Zählung durchgeführt hat, wird auch der durch die Neubauten oder den Sportbetrieb zu erwartende Zusatzverkehr zu keinen Verkehrsengpässen führen. „Sollte das Verkehrsaufkommen aber wider allen Erwartungen ansteigen, besteht die Möglichkeit der Einmündungsbereich des Rüttenenwegs zweispurig auszubauen“, erläuterte Gemeinderat Stefan Brugger. Grundsätzlich soll im ganzen Quartier Fiechten insbesondere jedoch der Langsamverkehr gefördert werden. „Ziel ist, dass möglichst viele Bewegungen von oder zur Schulanlage, Sportzone und Überbauung zu Fuss oder mit dem Velo zurückgelegt werden“, sagte Brugger. Vorgesehen sind dafür ein durchgängiges, breites Trottoir sowie eine Baumreihe an der Zihlackerstrasse. Der Fiechtenweg könnte im Bereich der Schulanlage unterbrochen und zu einem Verkehrsraum für den Langsamverkehr sowie einem verkehrsfreien Ort der Begegnung (Pausenraum) umgestaltet werden. Die Anzahl der bestehenden Parkplätze soll erhalten werden. „Das Strassenraumkonzept ist aber noch nicht fix. In Workshops mit interessierten Anwohnerinnen und Anwohnern werden wir dieses verfeinern“ hielt Brugger fest. Solche Partizipationsmassnahmen sind für 2018 geplant, frühestens 2019 soll mit den Umgestaltungsarbeiten begonnen werden.

Der Informationsabend in der Aula des Schulhauses Fiechten wurde von rund 200 Anwohnerinnen und Anwohnern besucht. „Einzelne Voten waren erwartungsgemäss auch kritisch und es wurde deutlich, dass die Quartierbevölkerung insbesondere eine Verkehrs- und Lärmzunahme befürchtet“, so Hintermann. Gleichzeitig haben die Teilnehmenden die Planungen aber auch als sinnvoll erachtet. Insbesondere die Überbauung und die neuen Sportanlagen wurden begrüsst. „Wir brauchen und wollen wieder mehr Wohnraum für Familien und Kinder“ hielt eine Anwohnerin fest und erhielt für diese Aussage lauten Applaus vom Publikum. Der Anlass hat gezeigt, dass die Anwohnenden an den Planungen für das Quartier Fiechten interessiert sind und Lösungen für allfällige Nebenwirkungen mit dem Gemeinderat diskutieren möchten. Die anwesenden Gemeinderatsmitglieder nahmen diesen Wunsch entgegen. Zu gegebener Zeit werde eine entsprechende Veranstaltung angeboten werden, so die anwesenden Gemeinderäte. „Wir werden die Bedürfnisse der Anwohnerschaft in diesen Prozess einbeziehen und Anliegen soweit möglich berücksichtigen“, sagte Hintermann.

 

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