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Natur UND Erholung – die Birsstadt macht sich an die Arbeit

15.06.2016

Die sechs Gemeinden Aesch, Arlesheim, Dornach, Münchenstein, Muttenz und Reinach haben den Aktionsplan Birspark Landschaft verabschiedet. Dieser verbindet den Schutz und die Nutzung des Flussraumes zwischen Angenstein und Birsmündung. Im Aktionsplan sind neben kleineren Massnahmen auch sieben Leuchtturmprojekte enthalten. Diese und andere Vorhaben nehmen die beteiligten Gemeinden nun in Angriff und entwickeln und schützen so die Grün- und Freiräume entlang der Birs.

Nachdem die Birsstadt 2012 ehrenvoll als «Landschaft des Jahres» ausgezeichnet wurde, folgte bald darauf der Startschuss für eine engere Zusammenarbeit zwischen den involvierten Gemeinden. Sie haben die überkommunale Arbeitsgruppe Birspark Landschaft (AG BiLa) ins Leben gerufen. Von den Gemeindepräsidien der Birsstadt erhielt diese den Auftrag, ein Konzept mit Massnahmenkatalog auszuarbeiten. Mit externer Unterstützung durch das Planungsbüro oekoskop und unter Einbezug der betroffenen Anspruchsgruppen, die in mehreren Workshops mitwirkten, hat die AG BiLa in den letzten zwei Jahren unter Federführung der Gemeinde Muttenz den Aktionsplan Birspark Landschaft mit konkreten Massnahmen ausgearbeitet. Diesen haben die Gemeinderäte von Aesch, Arlesheim, Dornach, Münchenstein, Muttenz und Reinach im Frühling 2016 verbschiedet.


Ausgleich zwischen Schutz und Nutzung
«Mit dem Aktionsplan leisten diese Gemeinden Pionierarbeit» kommentiert die Muttenzer Gemeinderätin Heidi Schaub, «wir erhalten und fördern in überkommunaler Zusammenarbeit die Natur- und Erholungsräume im Birsraum.» Dies sei aufgrund der Bevölkerungs- und Arbeitsplatzzunahme in den Birsstadt-Gemeinden zentral. Denn qualitativ hochwertige Natur- und Naherholungsräume seien wichtige Faktoren für den Wohn- und Wirtschaftsstandort Birsstadt, führt Schaub aus, die bis Ende Juni 2016 die Arbeitsgruppe Birspark Landschaft leitet. Die beteiligten Gemeinden streben Erholungsräume der Birs entlang an, die gut an die angrenzenden Siedlungs- und Landschaftsräume angeschlossen sind. Gleichzeitig geht es darum, die naturnahe Landschaft entlang der Birs mit ihrer grossen Artenvielfalt und den vielfältigen Lebensräumen zu schützen. Der Ausgleich zwischen Schutz und Nutzung prägt den Aktionsplan in Ergänzung zum Raumkonzept und macht ihn zu einem wertvollen Instrument, um die richtige Balance zu finden.

 
Birspark Landschaft erleben und mitentwickeln
Am 15. Juni 2016 hat die Arbeitsgruppe BiLa den Aktionsplan allen Teilnehmenden der Workshops persönlich vorgestellt, um den Dialog mit den Anspruchsgruppen weiterzuführen. Ebenso fanden erste Gespräche der Gemeinden mit den betroffenen Grundeigentümern statt. Damit sind die Bedingungen dafür erfüllt, dass der Aktionsplan auch der breiten Öffentlichkeit präsentiert werden kann. Er steht ab sofort allen Interessierten unter www.birsparklandschaft.ch zur Verfügung. Derzeit laufen die Vorbereitungsarbeiten, um im Herbst 2016 mit Begehungen, Anlässen und ersten Massnahmen den Aktionsplan auf breiter Basis zu lancieren. Die Gemeinden setzen die Projekte und Massnahmen über die nächsten Jahre schrittweise um. Wichtige Elemente des Aktionsplans sind sieben Leuchtturmprojekte. Dabei handelt es sich um grössere Projekte, die die Bereiche Erholung und Natur verknüpfen.

Als Projekt ausgezeichnet
Die Birsstadt-Gemeinden sind der Internationalen Bauausstellung IBA Basel 2020 als Partner verbunden und haben das Vorhaben Birspark Landschaft eingereicht. Am 12. Mai 2016 hat die IBA mitgeteilt, dass sich das Projekt im Wettbewerb durchgesetzt habe und als IBA-Projekt nominiert sei. Das ist einerseits eine Anerkennung für die Qualität des Projekts und andererseits eine Bedingung dafür, dass die Umsetzung des Vorhabens Birspark Landschaft von den fachlichen und kommunikativen Plattformen der IBA profitieren kann. Vom 17. September bis zum 20. November 2016 wird die IBA eine Zwischenpräsentation der nominierten Projekte für eine breite Öffentlichkeit veranstalten, die auch Begehungen und weitere Aktivitäten in der Birspark Landschaft umfassen wird.


Die sieben Leuchtturmprojekte des Aktionsplans Birspark Landschaft

Dornach: Aue Birsbogen aufwerten
Im Areal des ehemaligen Metallwerkes/Widen ist eine Umnutzung vorgesehen. In diesem Rahmen soll der Gewässerraum der Birs grosszügig aufgewertet werden.

Aesch: Versickerungsanlage Kuhweide ökologisch aufwerten
In Absprache mit den Grundeigentümern werden Aufwertungsmöglichkeiten erarbeitet.

Reinach: Natur- und Erlebnisweiher im ehemaligen Areal ARA umsetzen
Das Projekt weist Zonen zum Verweilen, Spielen und Beobachten, eine Picknickstelle mit einer einfachen Feuerstelle sowie abgeschirmte Zonen auf, die der Natur vorbehalten sein sollen.

Arlesheim: Pocket Parks als Aufwertungen des Industriegebiets
Im Bereich Schoren, Stoecklin-Areal grenzt der Ufer- und Waldbereich an das Gewerbegebiet. Die Gemeinde strebt eine Vernetzung der Bereiche mit kleinen, parkähnlichen Anlagen zum Erholungsnutzen an.

Münchenstein: Birsufer aufwerten
Im Bereich Mühlematt bestehen auf Münchensteiner und Muttenzer Boden wertvolle Naturgebiete, durch die gern genutzte Spazierwege führen. Zusammen mit den betroffenen Grundeigentümern sollen Gebiete geschaffen werden, die ein gewinnbringendes Nebeneinander von Natur und Erholung zum Ziel hat.

Münchenstein: Ökologische Aufwertung Grube «Blinden»
Dieses Projekt im ehemaligen Steinbruch ist bereits realisiert. Es vereint die Biotoptypen trocken und nass und die Natur steht im Zentrum. Zudem ist eine Informationsstelle geplant.

Muttenz: Birsaufwertung und Erholungsgebiet «Schänzli» schaffen
Momentan haben die bestehenden Wohnzonen keinen direkten Birs-Zugang. Anstelle der Reitanlage soll hier an beiden Birsufern ein Freizeit- und Erholungsraum für die Bevölkerung entstehen.


Weitere Auskünfte:

Heidi Schaub, Gemeinderätin Muttenz, Vorsitzende der Arbeitsgruppe BiLa, Tel. 061 461 12 48, E-Mail  

Christoph Heitz, Bauverwalter Muttenz, Tel. 061 466 62 95, E-Mail

 

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